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Steuerstrafrecht

Ja, ich habe es getan, ich habe Steuern hinterzogen und bin jetzt offiziell Steuerhinterzieher und werde gerne in einem Satz mit Uli Hoeneß und Alice Schwarzer genannt. Auf gar keinen Fall, werde ich natürlich nicht, aber die Dinge differenzieren sich echt bloß in wenigen Punkten. Natürlich ist meine hinterzogene Summe deutlich geringe, und bei mir ist die Selbstanzeige wirksam geworden.

Nach dem Durchlesen des Blogeintrags hatte ich einen Entschluss gefasst, ich traf mich direkt mit einem Experten und fertigte die Selbstanzeige. Kurz darauf war der Fall beendet, ich habe alles zurück gezahlt und bin ohne Vorstrafe davon gekommen. Ich rate jedem dazu, weil auch die Gewissensbisse vergehen.

Als des Bayernbosses Delikt öffentlich geworden ist, habe ich mich sehr genau mit der Thematik der Steueroptimierung befasst. Zum einen hatte ich ein paar Gewissensbisse, weil natürlich in den Medien Steuerhinterzieher komplett durch den Dreck gezogen wurden, zum anderen habe habe ich meine Entscheidung sogar aus aktuellem Blickwinke vollends nachvollziehen können.
Nach kurzer Zeit stieß ich auf einige Artikel über Selbstanzeige, was bekanntermaßen ebenfalls für Uli Hoeneß von großem Interesse war, allerdings in seinem Fall wenig geholfen hat, weil er selbst in diesem Fall nicht richtige beziehungsweise nicht ausreichende Daten offenlegte.

Ich war erst kritisch und war mir nicht sicher ob es wirklich klappen könnte.
Je mehr ich jedoch zu diesem Thema las, umso näher rückte die Entscheidung, vielleicht trotzdem genau das zu tun, denn denn irgendwie hatte ich seit dem Vorfall immer Gewissensbisse. Allerdings nervte mich jetzt schon diese ganze Bürokratie und der Stress. Ich stieß dann allerdings auf einen Artikel, der von einem Steuerhinterzieher selbst geschrieben wurde und hier erklärt er, wie er es getan hat.

Die Selbstanzeige setzt voraus, dass der Hinterziehung noch keiner hinterher ist und dass kein teuerstrafrechtliches Verfahren gegen einen läuft. Wenn man sich dann selbst anzeigt und sämtliche Optimierungen ausnahmslos offen legt, wird der Fall, nach einer Fristgerechten Nachzahlung mit Zinsen von sechs Prozent, eingestellt und der Steuerhinterzieher kommt ohne Vorstrafe davon.

Im Jahre 2009, ich stand damals genau zwischen zwei Jobs und war nicht grade reich, habe bei meinem Steuerbericht so ein Paar Einnahmen und anderes weggelassen. Es handelte sich wirklich nicht um viel Geld, aber es war für meine Zwecke von großem Vorteil. Ich habe großes Glück gehabt, dass ich nicht erwischt worden bin, denn jeder weiß ja wie viel Wert zur Zeit darauf gelegt wird möglichst jeden zu schnappen, wer ein Vergehen in diese Richtung begeht.

Der Blogeintrag hatte illoquenter Mann verfasst und es ging um jemanden in genau meiner Lage.
Der machte auch eine Selbstanzeige nachdem dieser sich ebenso äußerst in das Thema eingelesen hatte. Mir war bis Dato unbekannt, dass die Möglichkeit der Selbstanzeige unter Umständen bereits in naher Zukunft Vergangenheit sein kann, weil die Gesetze vor allem nach den prominenten Fällen schon in naher Zukunft geändert werden können.
Der Autor des Artikels sagte zudem, dass ich durch richtige Hilfe kaum Arbeit haben würde und dem Stress zu fast 100 Prozent entgehen könnte.
Auch der Verfasser schrieb von den Bedenken, da ebenfalls er nicht wusste in wie weit das für ihn lohnenswert sein würde. Er sagte allerdings dass er sich nach dem das Verfahren eingestellt wurde, sehr gut gefühlt hat und ihgm ein Stein vom Herzen gefallen ist.

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