Mahnungen von Waldorf Frommer wegen Urheberrechtsverletzungen.
Ganz viele Internetbenutzer haben die letzten Jahre Verwarnungen von der Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer erhalten und sollen mehrere hundert Euro als Schadensersatz für Bereitstellung eines Musikstücks oder Filmes bezahlen.

Auf einem Portal auf dem Links hinterlegt werden welche zum Download einer Datei führen soll über das Uploaden und anschließendem zum Download bereitstellen eines Filmes, Bildes oder Musikstücks das Urheberrecht verletzt worden sein, weshalb ein Schaden aufgetreten sein könnte den es nun von dem/der Beklagten zu ersetzen gilt. Möglich gemacht werden Klagen solcher Art durch die Zusammenarbeit der Anwaltskanzlei Waldorf Frommer mit Firmen ( z.B. Fifthfreedom ) welche sich das Ermitteln von IP-Adressen und das Zuordnen der IP-Adressen zu den jeweiligen Internetanschlüssen zur Aufgabe gemacht haben.

Fragwürdig ist zunächst, ob die durch das Bereitstellen eines Films oder Musikstücks auf einer Internetseite die Links beinhaltet die zu Dateidownloads führen resultierende, nur über IP-Identifikation gestützte, Abmahnung überhaupt rechtskräftig ist. Die Mahnung ist erst zu dem Zeitpunkt rechtskräftig, wenn der zur IP zugeordnete Haushalt nicht beweisen kann das er das Hochladen des Streitgegenstands nicht gemacht haben kann oder Einwirkung einer anderen Person nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Im Falle des Filesharings werden die Dateien von dem Uploader auf einem Filehoster gespeichert und der zum Download auf ebendiesem Filehoster führende Verlinkung in Filesharing Portalen verbreitet. Dort stoßen Suchende auf die hinterlegte „Download-Adresse“ und folgen dieser bis sie den Gegenstand ihrer Suchanfrage (Bild, Film, Musik etc.) von dem Filehoster gedownloaded haben.

Offen bleibt des Weiteren, in wie weit Richter oder von Richtern beauftragte Firmen Serviceprovider zwingen dürfen, die zu den IP-Adressen zugehörigen wirklichen Adressen herauszugeben.

Das Amtsgericht München hat einen Beschluss erlassen, wonach sogar Mahnungen versendet werden dürfen wenn nur kleine Teile eines Werks ohne Urheberrecht veröffentlicht oder zum herunterladen angeboten werden. Hiervon betroffen sind auch kleine Ausschnitte von Filmen, Bruchstücke eines Musikstücks wie z.B. die Melodie, oder Teilbereiche von Fotos.

Dies ist aus einer Streitfrage entstanden, welche das Resultat daraus war, dass eine Verhandlung darüber geführt wurde, ob das Bereitstellen einer Datei, welche nicht das ganze, in der Urheberrechtsklage bestrittene Werk enthält.
Wenn z.B. der Einspieler der Höspielreihe: „Die drei Fragezeichen“  in einem Video auf der Plattform Youtube benutzt wird ohne das Vorher Absprache mit den Rechteinhabern getroffen wurde, steht es den Rechteinhabern zu den Uploader auf Schadensersatz zu verklagen und Abzumahnen.

Da Urheberrechtsverletzungen dieser Art täglich zu tausenden begangen werden, ist es für die Abmahnkanzleien sehr schwierig auch nur einen kleinen Anteil der „Straftäter“ für ihre Vergehen zu belangen. Sollte trotz Allem der Fall eintreten dass man, (egal ob wissentlich oder unwissentlich) eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben, und diese mit einer Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer honoriert wurde, ist es sehr schwer dagegen vorzugehen. Es gibt zwar eine vielzahl an fähigen Anwälten die es sich zum Spezialgebiet erklärt haben, Abgemahnte in einer solchen Klage zu vertreten, in den meisten Fällen können diese jedoch auch nicht mehr als eine Minderung des geforderten Betrags bewerkstelligen. Urheberrechtsverletzung ist und bleibt eben eine Ernstzunehmende Sache.

http://www.kanzlei-wrase.de/gegnerliste/abmahnung-waldorf-frommer-8/